2 short reasons you should avoid Coffee to Go Cups

„viele kleine schritte ergeben irgendwann einen großen Schritt“

Reason 1

Die anscheinlichen „Papp to Go Becher“ sind praktisch nicht recyclebar da die Pappe innen mit einer feinen Plastikschicht überzogen ist. Das Ende eines To Go Bechers ist also nach einem maximalen Gebrauch von 15 Minuten die Verbrennungsanlage. Also ist die Lösung ein Mehrweg Becher. Bei manchen Kaffees bekommt ihr mittlerweile schon Rabatt, wenn ihr euren Eigenen mitbringt! Aber Achtung, die neuen Mehrwegbecher sind auch nicht immer die Grünste Alternative! Und eine Kaffeetasse in der Mensa, im Büro und Co lohnt sich statistisch erst dann wenn sie 2x benutzt wurde vor dem Spülen! Einen kontroversen Blick auf aktuelle Mehrwegsysteme findet ihr bei der ZEIT

Tipp: einen qualitativ hohen Thermobecher, der gut verschließbar ist und lange hält halte ich aktuell für die nachhaltigste Möglichkeit! Ich kann meinen Becher verschließen und in die Handtasche schmeißen ohne dass er ausläuft, der Kaffee hält 4 h warm und so habe ich ihn eigentlich IMMER dabei! ( meiner ist von Starbucks – war ein Geschenk!  ) Achtet also beim Kauf auf Funktionalität und Langlebigkeit. Ein recycle Bambusbecher sieht zwar schön aus, wird seinen Zweck aber nie erfüllen, da er in eurer Handtasche auslaufen würde, nach der Zeit unschön aussieht und eher Last als Nutzen wird wenn ihr ihn wirklich täglich nutzen wollt.

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Reason 2

Kaffee ist ein Luxusprodukt. Das vergessen die meisten! Wir importieren Kaffee aus weit entfernten Ländern. Die Plantagen dort belasten das Grundwasser und es wird Wald gerodet. Kaffee ist der zweitwichtigste Exportrohstoff nach Erdöl. Der stetig steigende Weltmarktpreis belastet enorm den Kleinbauern, der seine Erzeugungskosten nicht mehr decken kann. Auch folgende Zahlen sind wie bei allem erschreckend:  8,5 % des Gewinns gehen an die Plantagenbesitzer, 5,1 % sind Löhne für die Arbeiter. 17,8 % für Händler und Röster. 23,7 % für den Einzelhandel und 44,9 % für Steuern, Zoll und Frachtkosten.

Tipp: zwei mal überlegen. Brauch ich den Kaffee jetzt oder red ich mir nur ein dann wacher zu sein? Ist für mich Kaffee Genuss oder Koffeindroge? Täte mir und meinem Körper ein Liter Wasser nicht mehr gut ?

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Hello October – warum Slow Fashion mehr ist als Fair Fashion

Das ist wohl eines der Nachhaltigsten Outfits die ich je veröffentlicht habe – Warum? Die Bluse ist 2nd Hand, der Mantel 2nd Hand und die Hose 3 Jahre alt, der Gürtel 5 Jahre alt. Slow Fashion ist für mich in erster Hand nicht Fair fashion zu Konsumieren sondern seinen Konsum Minimal zu halten! Klar ist es toll, dass es immer mehr fair fashion labels gibt, aber widerspricht sich denn nicht das ständige konsumieren neu produzierter Teile mit dem Grundsatz Mode nachhaltig zu gestalten? Ich kann an einer Hand abzählen wie viel neue teile ich die letzten Zwei Jahre gekauft habe, weil ich gerade versuch all meine alten Sachen Stück für Stück ab- und auszutragen!

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Durchblick im Textilsiegeldschungel : Öko-Tex

Als ich kürzlich durch den Lidl marschiert bin, ist mir aufgefallen wie mittlerweile praktisch jedes Textile Produkt irgendein Öko-Tex label trägt. Heißt Öko hier wirklich noch Öko?  Kann man überhaupt einem Siegel vertrauen, dass ein 3.50€ T-Shirt bei einem Discounter trägt?

Zunächst muss man sich bewusst machen, dass Öko- Tex Siegel nicht gleich Öko-Tex Siegel ist. Es gibt super viele verschiedene Zertifizierungen und auch immer mehr Nachhaltige Extra Siegel.

Fangen wir bei den Basics an:

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STANDARD 100 by OEKO-TEX®

Dieses Siegel beinhaltet lediglich die Schadstoff-Prüfung der textilen Produkte. Ich sehe hier vor allem ein Problem in der Leichtigkeit dieses Siegel zu erreichen. Der Betrieb schickt lediglich Proben an das jeweilig zuständige Institut, das prüft und stellt eine schriftliche Konformitätserklärung für den Betrieb aus. Damit verpflichtet sich dieser, dass seine Artikel den Proben entsprechen. That´s it. Alle 3 Jahre findet dann noch eine angekündigte Kontrolle statt. In einer Färberei in Deutschland hat mir mal eine Mitarbeiterin gesagt, dass man das oeko-tex, welches in Deutschland ausgestellt wird tatsächlich sehr ernst nehmen kann, in anderen Ländern ist sie sich da nicht so sicher. Geprüft werden kann:

➔ Rohstoffe, Fasern, Filamente
➔ Garne, roh und veredelt
➔ textile Flächengebilde, roh und veredelt (gefärbt, bedruckt, ausgerüstet)
➔ konfektionierte Fertigprodukte
➔ textiles und nicht-textiles Zubehör

Leider wird hier teilweise eben nur vor Ort im Betrieb am fertigen Textil geprüft. Weiter geht der Standard 100 weder auf sozial Standards ein noch prüft er die Betriebsstätten der Textilindustrie auf Umweltfreundlichkeit und die daraus resultierenden Sozialverträglichkeit.

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STANDARD 1000 by OEKO-TEX®

Dieses Siegel prüft Betriebsstätten der Textilindustrie auf Umweltfreundlichkeit und die daraus resultierenden Sozialverträglichkeit. Dieses hat aber zur Voraussetzung, dass mindestens 30% der Gesamtproduktion Öko-Tex Standard 100 zertifiziert ist. Es geht auf Arbeitssicherheit, soziale Kriterien, Abwasserreinigung, Abluftemissionen und umweltfreundliche Abfallwirtschaft ein. Geprüft wird in jährlichen Audits.

OEKO_100_RGB_ENGLISH_LightboxImageSTANDARD 100plus by OEKO-TEX®

Erreicht ein Unternehmen beide Zertifizierungen, Öko-Tex 100 für all seine Produkte sowie Öko-Tex 1000 für alle beteiligten Produktionsstätten, so werden diese unter dem Siegel Öko-Tex 100plus zusammengefasst. Sprich, wenn es überhaupt ein Öko-Tex Standart Siegel gibt dem man einigermaßen Vertrauen schenken kann, ist es dieses hier! Man muss jedoch im Hinterkopf behalten, dass das erlangen der Zertifikate allgemein relativ leicht ist. HIER findet ihr einen guten Vergleich, welche Schadstoffe beispielsweise überhaupt geprüft werden.

 

Label_MiG_DE_302x168px_Image_302MADE IN GREEN by OEKO-TEX®

Dieses Zertifikat ist relativ neu und nach längerer Recherche wohl das „neue“ Standard 100plus. Es beinhaltet folgende Kriterien:

  • produziert aus Materialien die nach Standard 100 zertifiziert wurden
  • produziert in umweltfreundlichen Betrieben
  • produziert an sicheren und sozialverträglichen Arbeitsplätzen

Ein Plus für mich ist, dass man auf der offiziellen Homepage mit seiner Produkt -ID nachverfolgen kann, was und wo alles geprüft wurde. Wichtig ist aber hier wieder: Schadstoffe die Beispielsweise in der Baumwolle enthalten sind  können teilweise nicht nachgewiesen werden, weil sie eben durch die nachfolgenden Prozesse der Verarbeitung zum textilen Artikel eliminiert wurden. Das heißt. dass ein Öko-Tex zertifiziertes Teil noch lang nicht aus Bio Baumwoll o.ä. hergestellt wurde! Da muss man dann extra darauf Achten, wenn man die Produkt – ID eingegeben hat, ob auch der Rohstoff geprüft wurder oder nur das fertige Produkt. Außerdem sind die Kontrollen meist angekündigt und das Unternehmen kann sich entsprechend vorbereiten.

Solltet ihr also euch vermehrt dafür Interessieren was eure Kleidung für Zertifikate trägt, ist das Made in Green wohl ein guter, transparenter Anfang, für mich persönlich jedoch kein Ausreichendes Siegel! Es sind zu viel Lücken vorhanden! ( Am ehesten würde ich noch Öko-Tex Siegeln die durch das Hohenstein Institut in Deutschland geprüft werden vertrauen. )

Ein ausreichendes Siegel stellt für mich beispielsweise das GOTS Siegel dar. Dazu werde ich aber einen eigenen Post verfassen!

 

 

 

Current Fairfashion Cravings

 

Das ist wohl der Moment, in dem man als Student sich ein geregeltes Einkommen wünscht, verträumt auf die wundervollen Teile schaut und dann doch versucht „so was in der Art“ auf Kleiderkreisel zu finden. Nicht desto trotz werde ich diesen Winter wieder in ein Teil investieren – letztes Jahr war es ein Rollkragenpulli von Armedangels, mal schauen was ich dieses Jahr für würdig halte.

Ganz viele fairfashion Labels werden jedes Jahr modischer, zeitgemäßer und Schnitttechnisch besser. Ich freue mich für jedes der Labels immer wieder mit, wie faire und nachhaltige Mode wächst und populär wird. Klar sollte man dabei nicht das Ziel, des minimalen Konsums vergessen und sich natürlich immer Fragen ob jetzt dieser neue rosa Pulli von Jan ´n June wirklich sein muss ( hachja ich hab mich schon längst verliebt.. )

Vorne weg, ich lebe zwar vegan habe aber kein Problem mit Tierfasern. Es gibt tolle Projekte diesbezüglich mit bspw. Schäfern auf der Schwäbischen Alb. Ich finde das mit der Wolle ist ein bisschen wie mit dem Honig ( HIER lest ihr was ich meine) , man muss da seinen eigenen Weg finden, das für sich kontrovers diskutieren und dann eine Entscheidung treffen.

 

Nun aber zu den Schätzchen da oben.

 

  1. die Hose ist aus Modal und Schurwolle und von Hessnatur.
  2. die wundervollen Ohrringe sind von People Tree via avocadostore.
  3. meinen wahrgewordener Strickjacken Traum präsentiere ich euch in voller Größe. Schurwolle, Mohair, Alpaka und Seide. Sorry an jeden Hardcore Veganer aber da schlägt mein Textilingenieur Herz höher! Findet heutzutage noch so eine Mischung ohne das irgendein schlauer Mensch gemeint hat er müsst Acryl oder Poly reinmischen. Gibts grad im Sale ist aber immer noch eine echte Sünde. Strickjacke_aus_Schurwolle_mit_Mohair__Alpaka_und_Seide-43005_89_7
  4. inlovewithjune ist ungefähr mein lieblings start-up dieses Jahr. Jersey basics im Surfer stil. Find den Sweatshirtpulli ganz toll und bin schon gespannt ob die Kollektion nächstes Jahr erweitert wird
  5. das Rosa-Jannjuneträumchen ist für mich praktisch schon gekauft jannjune
  6. Habe dieses Babyalpaka träumchen in Form eines tollen Schals bei Lanius entdeckt. Big Love.lanius
  7. Lovjoi ist für mich so ein bisschen „support you local heroes“. Der Mantel sieht himmlich kuschelig aus und hat einen wirklich tollen Schnitt!
  8. Last but not least. Erlichs Marlene Body. Ist aus Micromodal und das fühlt sich einfach gigantisch an! Habe 2 Wochen in dem Betrieb gearbeitet in dem erlich produzieren lässt und kann nur jedem die tolle deutsche Qualität der Marke bestätigen!