Hello October – warum Slow Fashion mehr ist als Fair Fashion

Das ist wohl eines der Nachhaltigsten Outfits die ich je veröffentlicht habe – Warum? Die Bluse ist 2nd Hand, der Mantel 2nd Hand und die Hose 3 Jahre alt, der Gürtel 5 Jahre alt. Slow Fashion ist für mich in erster Hand nicht Fair fashion zu Konsumieren sondern seinen Konsum Minimal zu halten! Klar ist es toll, dass es immer mehr fair fashion labels gibt, aber widerspricht sich denn nicht das ständige konsumieren neu produzierter Teile mit dem Grundsatz Mode nachhaltig zu gestalten? Ich kann an einer Hand abzählen wie viel neue teile ich die letzten Zwei Jahre gekauft habe, weil ich gerade versuch all meine alten Sachen Stück für Stück ab- und auszutragen!

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12 Kommentare zu „Hello October – warum Slow Fashion mehr ist als Fair Fashion

  1. Hallo Franzi!
    Du hast absolut Recht meiner Meinung nach. Ich habe erst vor kurzen nach einem neuen Winterpulli gesucht und natürlich erst bei Hessnatur etc. geschaut, bis mir genau der Gedanke wieder kam: Es gibt schon alles, du brauchst nichts neu produziertes kaufen. Also bin ich rüber zu Kleiderkreisel und habe genau so einen Pulli gefunden, wie ich ihn gesucht habe.
    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schwierig es ist, sich aus dem gewohnten Muster zu lösen und umzudenken.
    Liebe Grüße, Nadine 🙂

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    1. Oh das ist ganz genau mein Punkt! Meistens schau ich bei den teuren marken nach den Dingen die ich haben will und switche dann immer mit einem Bild im Kopf zu Kleiderkreisel! Das ist meiner Meinung nach wenn nicht sogar sinnvoller bei dem ganzen Kleidermüll den wir produzieren!

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  2. Respekt für deine Einstellung!
    Ich denke ähnlich wie du und versuche so viel wie möglich Secondhand zu kaufen (was auch viel mehr Spaß macht finde ich). Wäre auf jeden Fall cool, wenn zukünftig mehr Menschen so denken würden.

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  3. Hallo Franzi, das finde ich toll und deine Worte sind sowas von richtig. Nicht die ganzen neuen fairen Labels (auch die sind toll, wenn man dann doch wieder was neues braucht), sondern die Anzahl unserer Neukäufe sind der wichtigste Faktor für mehr Nachhaltigkeit! Mit Schrecken hab ich erst gestern gelesen, dass sich die Menge der gekauften Kleidung zwischen 2000 und 2010 in Deutschland fast verdoppelt hat. Wie der Trend bis 2017 aussieht, weiß ich nicht. Aber das ist wirklich denkwürdig! Wenn du Lust hast, mach doch mit bei unserer nachhaltigen Linksammlung „einfach. nachhaltig. besser. leben.“ Findest du hier: http://einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.de/2017/09/einab-23-umweltfreundliches.html

    Viele Grüße,
    Marlene

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  4. Also hier nochmal in Kurzform:

    Ich glaube es gibt keine 100% richtige Antwort bei diesem wirklich vielschichten Thema.
    Ich stimme dir zu, dass es absolut schon genug Kleidungsstücke auf dieser Welt gibt und wir keine neuen Klamotten mehr bräuchten (ganz abgesehen davon, dass Mode ohnehin ein Luxusgut ist). Nichtsdestotrotz wird man die Menschheit so schnell nicht umerziehen können und der Konsum von Mode wird weitergehen. Secondhand ist auf jeden Fall eine nachhaltige Alternative, die sicher am wenigsten Ressourcen verbraucht, aber eben auch für weniger Veränderung sorgt: Gerade das ist der Vorteil von Fair Fashion in meinen Augen. Man unterstützt damit in der Regel kleine Marken, die eine VERÄNDERUNG anstoßen, sowohl im ökologischen als auch im sozialen Bereich. Nur durch die Nachfrage der Konsumenten kann sich die Branche verändern und wenn wir weniger konsumieren, ist das ein absolut wichtiger und richtiger Schritt, aber zumindest der soziale Aspekt wird dadurch nicht verbessert. Ich unterstütze Fair Fashion gerade weil es ein Zeichen setzt und dafür sorgt, dass die Menschen, die durch die Globalisierung überhaupt erst Arbeit bekommen haben, aber mittlerweile absolut ausgebeutet werden, einen besseren Arbeitsplatz bekommen, weil man durch Zertifizierungen Arbeitsrechte gewährleistet und eine faire Bezahlung unterstützt. Auch im Bezug auf die Materialien finde ich es wichtig, die Alternativen zu zeigen, und eben, dass es auch besser geht, als möglichst viel, möglichst billig, egal um welchen Preis.
    Am allerbesten wäre wohl secondhand Fair Fashion oder eben eine Mischung aus beidem.
    Bei secondhand Teilen von der Fast Fashion Riesen bin ich selbst immer zwiegespalten, weil man dadurch zum einen die Begehrlichkeit von genau den falschen Marken fördert und auch den Teufelskreis dadurch nicht durchbricht. So oder so ist der Ansatz hauptsächlich secondhand zu kaufen aber tausendmal besser, als einfach Billigmode von den üblichen Verdächtigen zu kaufen.

    Hier geht es übrigens noch zu dem Artikel, bei dem ich auch die Diskussion interessant fand: http://www.kissenundkarma.de/2016/08/wie-nachhaltig-ist-secondhand-wirklich.html

    Liebe Grüße,
    Corinna

    PS. dein neuer Blog gefällt mir sehr gut 🙂

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    1. Liebste Corinna,

      Ich stimme dir voll und ganz zu! Ich hab das auch nur als flapsige notiz rausgehauen und ja auch gar nicht weiter ausgeführt. Ich glaube das kam mir so in den Kopf, da ich es mittlerweile schade finde, wie doch auch einige Personen Konsum mit Siegeln und Markennamen rechtfertigen!
      Natürlich bin ich mir dem Konzept von Angebot und Nachfrage bewusst und finde es auch schwierig seinen Konsum rein damit zu rechtfertigen, dass sich ja alles easy wieder auf kleiderkreisel und ebay verkaufen lässt! Ich finde es natürlich wichtig aufzuklären und aufzuzeigen was alles Möglich ist und was für ein Wandel gerade stattfindet!
      Nur wie gesagt, das Thema ist vielschichtig und garantiert keine schwarz-weißmalerei! Dieser Satz sollte wohl eher ein provokanter Denkanstoß sein, generell sein Konsumverhalten zu hinterfragen, egal ob fair konsumiert oder konventionell!
      Du hast vollkommen recht, dass man die Welt garantiert nicht vom einen auf den anderen Tag ändern kann und so gerade fair fashion labels einen wichtigen Weg ebnen, den großen im Geschäft zu zeigen, dass es auch anders geht!

      Einen schönen Sonntag dir 🙂
      Liebe Grüße
      Franziska

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